© Clara H.,  2004

Ein Ritter ohne Furcht und Tadel

 

Auf einer alten zerfallenen Burg lebt ein mutiger Geist namens Mutigsei.

Jede Nacht bewacht er auf dem noch halb erhaltenen, höchsten Turm seines Reiches, die Burg.

In einer hellen Vollmondnacht, erscheint auf einmal eine junge Gespensterfrau mit ängstlichem, bleichen Gesichtsausdruck. Erschöpft keucht sie: „Guter Ritter, hilf mir, ein Drache ist hinter mir her. Er kann meinen Geruch wahrnehmen und wieder kommen.“

Der tapfere Wächter beruhigt sie und fragt sie nach dem Namen. Sie heißt Gertraud von Luxemburg. „Schöner Name.“, sagt Mutigsei ganz verliebt. Gemeinsam gehen sie zuerst einmal in die gute Stube.

Plötzlich tritt ein Feuer speiender Drache herein. „Das ist er!“, ruft die erschrockene Gertraud und versteckt sich unter dem Holztisch. Schnell holt der tapfere Ritter sein blitzblank geputztes Geisterschwert heraus und schlägt kräftig zu. So stark der Drache auch ist, er verliert den Kampf und Mutigsei steht als endgültiger Gewinner da.

Wieder wohl auf und glücklich kommt das Gespenstermädchen aus ihrem guten Versteck und fällt Mutigsei voller Freude um den Hals. Blitzschnell läuft sie in die Küche und bäckt einen wunderbaren Kuchen. Den essen beide gemeinsam und leben glücklich bis ans Ende ihrer Tage.

Clara H. 3c Internetklasse